Viele Unternehmen wissen nicht, ob sie in ChatGPT, Perplexity, Gemini, Copilot oder Google AI Overviews überhaupt vorkommen. Genau das lässt sich mit einfachen Fragen prüfen – ohne teures Tool und ohne technisches Vorwissen.
In diesem Artikel zeige ich, wie Sie KI-Sichtbarkeit Schritt für Schritt testen: manuell, mit kostenlosen Hilfsmitteln und mit professionellen Tools, wenn später regelmäßiges Monitoring sinnvoll wird.
Warum KI-Sichtbarkeit nicht dasselbe ist wie Google-Ranking
Ein gutes Google-Ranking ist wichtig, aber es beantwortet nicht automatisch die Frage, ob ein Unternehmen in KI-Antworten vorkommt. Eine Website kann in Google sichtbar sein und trotzdem bei ChatGPT, Perplexity oder Copilot kaum erwähnt werden.
Der Grund: KI-Systeme erzeugen Antworten anders als klassische Suchergebnisse. Sie können verschiedene Quellen, Suchindizes, eigene Crawler, strukturierte Daten, Drittquellen und aktuelle Webinformationen unterschiedlich gewichten.
Was das bedeutet: Der klassische Sichtbarkeitsindex aus SEO-Tools zeigt vor allem Google-Rankings. KI-Sichtbarkeit prüft zusätzlich, ob Ihr Unternehmen in KI-Antworten erkannt, korrekt beschrieben und bei passenden Fragen genannt wird.
Mehr zum grundlegenden Unterschied zwischen klassischem SEO und der Optimierung für Antwortsysteme finden Sie hier: Was ist AEO?
Die 5-Minuten-Prüfung: KI-Sichtbarkeit manuell testen
Bevor Sie Geld für Tools ausgeben, starten Sie mit einem einfachen manuellen Test. Öffnen Sie mehrere KI-Systeme und stellen Sie Fragen, die echte Kunden stellen würden.
Für einen Installateur in Eisenstadt könnten solche Fragen zum Beispiel lauten:
- „Welchen Installateur in Eisenstadt kannst du empfehlen?“
- „Wer macht Heizungstausch im Burgenland?“
- „Welche Anbieter für Badrenovierung im Raum Eisenstadt sind empfehlenswert?“
- „Ich suche einen verlässlichen Installateur für eine Wärmepumpe im Burgenland. Wer kommt infrage?“
Testen Sie diese Fragen in ChatGPT, Perplexity, Gemini, Copilot und über klassische Google-Suchen, bei denen eventuell AI Overviews erscheinen.
Wichtig: Nicht nur nach dem Firmennamen suchen. Entscheidend ist, ob Sie bei allgemeinen Anbieter-, Problem- und Empfehlungsfragen vorkommen.
Dokumentieren Sie pro Frage: Wird Ihr Unternehmen genannt? Wird es empfohlen oder nur erwähnt? Stimmen die Informationen? Welche Mitbewerber erscheinen stattdessen? Werden Quellen angezeigt?
Kostenlose Tools für den Einstieg
Für einen ersten Überblick reichen oft kostenlose oder einfache Prüfungen. Sie ersetzen kein professionelles Monitoring, helfen aber, blinde Flecken zu erkennen.
Professionelle Tools: Was sich ab wann lohnt
Professionelle KI-Sichtbarkeits-Tools können sinnvoll sein, wenn Sie viele Suchanfragen, mehrere Standorte, mehrere Marken oder Mitbewerber regelmäßig überwachen wollen. Für kleine Unternehmen ist das nicht immer der erste Schritt.
Meine Einschätzung für KMU: Für viele lokale Unternehmen reicht am Anfang ein sauberer manueller Check plus Search Console, Bing Webmaster Tools und strukturierte Daten. Professionelles Tool-Monitoring lohnt sich erst, wenn regelmäßig Content optimiert, Mitbewerber verglichen oder mehrere Standorte betreut werden.
Meine persönliche Prüf-Routine
Für KMU verwende ich eine einfache Routine, die ohne teure Tools funktioniert und trotzdem klare Erkenntnisse liefert.
Wichtig: Messen allein bringt wenig, wenn die Website nicht klar strukturiert ist. Die beste Prüfung zeigt nur, wo Sie stehen. Danach müssen Inhalte, Technik und lokale Signale verbessert werden.
Was tun, wenn Sie unsichtbar sind?
Wenn Ihr Unternehmen in KI-Antworten nicht vorkommt, ist das kein Grund zur Panik. Bei vielen KMU ist das der aktuelle Normalzustand. Entscheidend ist, die richtigen Grundlagen zu schaffen.
Die drei wichtigsten Hebel:
1. Inhalte klarer machen.
Jede wichtige Leistung sollte verständlich erklären: Was wird angeboten? Für wen? In welcher Region? Bei welchem Problem?
2. Strukturierte Daten sauber einsetzen.
JSON-LD-Markup wie WebPage, Article, FAQPage, LocalBusiness oder Service kann helfen. Entscheidend ist aber, dass es nicht doppelt, falsch oder widersprüchlich eingebaut wird.
3. Crawling und Indexierung prüfen.
Google Search Console, Bing Webmaster Tools und die robots.txt sollten geprüft werden. Für ChatGPT Search sollte außerdem der OAI-SearchBot nicht blockiert sein.
Alle drei Punkte hängen mit AEO zusammen. Mehr dazu hier: Was ist AEO?
Fazit: Jetzt prüfen, bevor es dringend wird
KI-Sichtbarkeit ist kein abstraktes Zukunftsthema mehr. Kunden suchen bereits über ChatGPT, Perplexity, Gemini, Copilot und Google AI Overviews nach Antworten, Anbietern und Empfehlungen.
Der erste Schritt ist einfach: Stellen Sie dieselben Fragen, die Ihre Kunden stellen würden. Prüfen Sie, ob Ihr Unternehmen genannt wird. Und wenn nicht, verbessern Sie systematisch Inhalte, Struktur, lokale Signale und technische Grundlagen.
Häufig gestellte Fragen
Wie kann ich prüfen, ob meine Website in ChatGPT sichtbar ist?
Fragen Sie ChatGPT nicht nur direkt nach Ihrem Firmennamen, sondern auch nach Anbietern, Lösungen und Empfehlungen in Ihrer Branche und Region. Zusätzlich sollten Sie Perplexity, Gemini, Copilot und Google-Suchen mit AI Overviews testen.
Was kostet ein KI-Sichtbarkeits-Tool?
Die Preise ändern sich laufend und hängen stark vom Funktionsumfang ab. Für viele KMU ist am Anfang kein kostenpflichtiges Tool notwendig. Ein manueller Prompt-Check, Google Search Console, Bing Webmaster Tools und strukturierte Daten reichen oft für den Einstieg.
Was ist der Unterschied zwischen Sichtbarkeitsindex und KI-Sichtbarkeit?
Ein klassischer Sichtbarkeitsindex misst vor allem Google-Rankings. KI-Sichtbarkeit prüft, ob und wie KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity, Gemini, Copilot oder Google AI Overviews ein Unternehmen in Antworten nennen, beschreiben oder empfehlen.
Reicht SEO, um in KI-Antworten sichtbar zu sein?
Nein, nicht automatisch. SEO ist eine wichtige Basis, aber KI-Antwortsysteme brauchen zusätzlich klare Entitäten, strukturierte Inhalte, vertrauenswürdige Informationen, lokale Signale und technisch gut lesbare Seiten. Deshalb ergänzt AEO klassisches SEO.
Wie oft sollte ich meine KI-Sichtbarkeit prüfen?
Ein kurzer manueller Check pro Monat ist sinnvoll. Quartalsweise sollten Ergebnisse verglichen werden. Eine tiefere Analyse reicht für viele KMU halbjährlich oder nach größeren Website-Änderungen.
Sie möchten wissen, ob Ihr Unternehmen in der KI-Suche sichtbar ist?
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